Working Equitation Weltmeisterschaft Lyon 2011

Die Weltmeisterschaft der Working Equitation Reiter wurde von 26.-30. Oktober 2011 im Rahmen der „Equita Lyon“ – einer der größten Messen weltweit – ausgetragen.

5 Messehallen, 1500 Pferde, ca. 100.000 Besucher sowie der Dressur- und Springweltcup und eine Messe lockten die Besucher an.

25 Reiter aus 8 Nationen gingen an den Start um den begehrten Titel nach Hause zu holen. Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal und Schweden hatten Reiter geschickt um sich zu messen. Österreich war mit Michaela Ruschitzka Vogel und ihrem braunen Lipizzaner „Favory Maestoso“ vertreten. Sie hatte sich als einzige Starterin bei der Sichtung im Magna Racino qualifiziert.

Nach der Dressur konnte mit einer Wertnote von über 67% der Grundstein für den Erfolg gelegt werden, Österreich konnte die Bronzemedaille nach Hause holen. Lediglich Weltmeister Pedro Torres und dessen Teamkollege Eduardo Allmeida waren nicht zu schlagen.

Fast alle Pferde hatten mit den erschwerten Bedingungen auf der Messe zu kämpfen, der ständige Lärmpegel, die vielen Zuseher und nicht zuletzt der nebenan ausgetragene Showblock der den ganzen Tag lief, machte es unmöglich konzentriert zu arbeiten. Umso bemerkenswerter war das Nervenkostüm unseres Paares, das sämtliche Beeinflussungen von außen ignorieren konnte.

Zweiter Teilbewerb war der Trail, 15 Hindernisse warteten auf ziemlich enger Fläche auf die Teilnehmer. Tor, Brücke, Slalom, Bodenstangen, Glocke und sogar ein Pferch mit 6 Gänsen mussten bewältigt und durchritten werden. Auch hier konnte das österreichische Paar alle Prüfungen mit Bravour bestehen und den 4. Gesamtplatz erreichen. In der Zwischenwertung bedeutete dies immer noch den 3. Gesamtplatz!

Im dritten Teilbewerb, dem Speed-Trail, mussten sich Michaela und Maestoso lediglich den kleineren und wendigeren Pferden geschlagen geben. Die Verfolger lauerten natürlich auf die Bronzemedaille und riskierten alles! Zwei der Herren schieden jedoch nach einem Flüchtigkeitsfehler aus, Fabio Lombardo aus Brasilien legte jedoch eine Spitzenzeit und einen fehlerfreien Parcours vor, den unser österreichisches Paar nicht halten konnte. Mit einem fehlerfreien Ritt zeigten die beiden zwar die Qualitäten von Pferd und Reiter, die Zeit war jedoch deutlich langsamer.

Michaela Ruschitzka Vogel wurde nicht nur für den 4. Gesamtplatz geehrt, sondern erhielt noch eine Auszeichnung als beste Reiterin und beste jemals bei einer Weltmeisterschaft platzierte Frau.

Glücklich und wohlbehalten sind Pferd und Reiter wieder daheim angekommen, für die in Österreich noch eher junge Sportart Working Equitation ist dieser Erfolg doppelt wertvoll!